Linux Erfahrungen Geschichte

Linux TuxIch arbeite seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Zuerst überwiegend im Serverbereich und seit ein paar Jahren auch als Desktop und meine Erfahrungen sind überwiegend positiv.
Die verschiedenen Oberflächen sind mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen und durchaus auch im professionellen Umfeld einsetzbar. Die Vielfalt an kostenloser Software deckt heutzutage alle mögliche Bereiche eines normalen Benutzers ab.
Auch bei der Hardware wird mittlerweile fast alles gebräuchliche unterstützt.

Linux findet heute in sehr vielen Bereichen seine Anwendung ob als NAS, Router usw.
Selbst die Rettungs- CDs einiger Antivirenhersteller wie Kasperksy oder Avira basieren auf Linux.

Vorteile:

  • Völlig kostenlos.
  • Gut konfigurierbar, da alles über einfache Textdateien gesteuert wird.
  • Die Sicherheit: Einen Punkt den ich besonders mag ist, es wird kein Virenscanner benötigt. Einmal durch das Benutzer- und Rechtesystem bedingt und zum anderen werden Sicherheitslücken meist innerhalb von ein paar Tagen durch die oft internationale Entwicklergemeinschaft geschlossen. Das heißt es wird keine Rechnerleistung verschenkt, wie es z. B. bei Windows „normal“ ist.

Nachteil:

  • Leider laufen viele Spiele unter Linux nicht …
    Für kleinere und/oder ältere Spiele reicht evtl. Wine, einige neuere werden vielleicht unter Steam angeboten. Für die maximale Vielfalt lässt sich allerdings ein Dualboot System einrichten, Windows zum zocken und Linux zum sicheren Surfen.

Ein sehr guter und umfangreichen Artikel zum Thema Linux befindet sich auf Wikipedia.

Meine Linux Geschichte

Ich bin bei einem Computerlehrgang, kurz bevor Windows 95 auf den Markt kam, auf Linux aufmerksam geworden. Es waren damals noch DOS und Windows 3.11 aktuell…
Im Rahmen eines Unix Kurses, den ich aufgrund der Mehrbenutzerfähigkeit und Stabilität faszinierend fand, erwähnte der Dozent „Linux“ als quasi freies und kostenloses Unix.
Also hab ich mir Linux besorgt. Es hat Tage gedauert bis es auf meinem Rechner lauffähig war und sich mit Bootdiskette starten ließ.
Irgendwann entdeckte ich dann Suse Linux, heute OpenSuse, denen bin ich jahrelang treu geblieben bin. Hab alles mögliche im Server Bereich damit umgesetzt und hab nur gute Erfahrungen gemacht.
Den damaligen KDE Desktop hatte ich zwar meist auf einem Arbeitsrechner installiert, aber das war noch nicht wirklich tauglich bzw. es fehlten noch viele der heutigen Softwareprogramme. OpenSuse ist heute nur noch auf einem Testrechner von mir zu finden.

Seit Ende 2011 nutze ich Linux auch im Desktop Bereich. Die neuen Windows Versionen nach XP waren mir einfach zu „klickibunti“ und der Hersteller drohte ständig die Update Unterstützung für XP einzustellen. Ich hab zwar noch Windows 7 installiert, aber nur für Not- bzw. Spezialfälle wie z. B. das Wiso Steuerspar-Packet.

Nach ziemlich vielen Testinstallationen verschiedener Distributionen, bin ich letztendlich bei Xubuntu angekommen und geblieben. Gut geeignet für Anfänger und User, die möglichst wenig Ärger mit Ihrem Betriebssystem haben wollen. Meinen Erfahrungen nach ist es schnell, stabil und recht ausgereift. Deshalb ist mein „Hauptsystem“ nach wie vor Xubuntu, (St. April 2015) in der Version 14.04 LTS (Long Term Support = Langzeitunterstützung) .
Der Xfce Desktops ist für mich die beste Oberfläche, die die Linux Welt zu bieten hat und für jemanden, der mit der Bedienung unter Windows XP gut klar gekommen ist, kaum eine Umstellung.
Eine sehr gute Anlaufstelle zum Thema (X-)Ubuntu ist das deutsche Ubuntuusers Portal.

Nebenbei habe ich noch Manjaro installiert ebenfalls in der Xfce Variante. Diese Linux Distribution stammt von Arch Linux ab, bietet aber im Gegensatz zu Arch ein gutes Installationsprogramm und ist ein quasi “Rolling Release”.  Dadurch ist die Software immer sehr aktuell, aber leider auch ab und an mal Fehler anfällig. Ein deutsches Forum gibt es hier.

Mein persönliches Fazit:
Ich ärgere mich lieber ab und an über kleinere Bugs, die allerdings immer seltener werden, in der kostenlosen Linuxwelt, als mich ständig mit Viren, Trojanern, Bluescreens und sonstigen Kram in einem, wie ich finde, recht teurem Betriebssystem zu beschäftigen.