Linux 2011

Im Herbst 2011 war es dann wieder mal soweit. Irgend was neues musste her…

KDEDie KDE Oberfläche wurde mir einfach, vom Gefühl her, zu Windows mäßig.

Es war zwar alles schön bunt und anpassbar, aber das Hochlaufen des Rechners dauerte von Version zu Version immer länger. Im Hintergrund werkeln solche Sachen wie z.b. der Akonadi und Nepomuk, die für einen Teil der Plasma Oberfläche zuständig sind und auch für die Interaktion einiger Programme. Das konnte man zwar teilweise deinstallieren, aber dann fielen etliche Funktionen einfach aus.

Gnome 2 hatte man ja leider für tot erklärt, aber mit dem neuen Gnome 3 konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Ich hatte dazu einige Berichte gelesen und auch mal in der virtuellen Maschine ausprobiert, aber das ging ja gar nicht.

UbuntuAlso hab ich mal mein Glück mit der neuen Ubuntu Oberfläche Unity versucht. Immerhin war es ja schon die zweite Version mit der 11.10 und ich dachte es müssten die größten Kinderkrankheiten erledigt sein. Also mal eben fix von einem USB Stick aus installiert und den Grafikkartentreiben hinterher um das ganze in seiner vollen 3D Pracht zu sehen.

Aber so richtig überzeugen konnte mich das neue Bedienkonzept auch nicht… und es kam noch dicker…
Ich hatte bemerkt, das Compiz im Hintergrund seinen Dienst versah, also warum nicht gleich noch den Compiz Konfigurations-Manager installieren und mal schauen ob man da nicht doch noch was aus der spartanischen Oberfläche machen kann. Jedes Häkchen im Konfigurations-Manager war schlicht und einfach eins zu viel und es zerlegte die ganze Unity Umgebung sowohl in 2D und auch in 3D. Übrig blieb eine einsame Menüleiste am oberen Rand, die noch nicht mal reagierte. Mein Fazit nach ca. 1,5 Tagen: Weg mit diesem unausgereiftem Kram…

Im Zusammenhang mit meiner Recherchen zu diesen Unity Phänomenen, bin ich immer wieder über Aussagen gestolpert, die da lauteten: nimm doch Xfce sprich Xubuntu
Xfce hatte ich vor einiger Zeit mal getestet, aber da steckte es noch sehr in den Kinderschuhen.

XubuntuAlso Xubuntu 11.10 heruntergeladen und auf die Festplatte installiert.

Zu meiner Überraschung war das einfach nur super:

  • es ist sehr schnell beim Hochlaufen und der Bedienung
  • so ähnlich von den Funktionen her wie bei Windows XP
  • und es sah gut aus mit dem Greybird Theme

Das war es. Mein neues Linux Xubuntu 11.10.

Einfach, schnörkellos, schnell und „out of the box“ schlichtweg nur klasse.