Linux USB Stick

Linux Usb StickEinen Linux USB Stick selber erstellen ist mit Hilfe von einfacher Software kein Problem mehr. Viele Linux Live Distributionen lassen sich heute auf einen mindestens 1GB großen USB Stick kopieren. Der Start von einem USB Stick ist schneller als von CD/DVD und man kann in aller Ruhe mal Linux auf dem eigenen Rechner testen oder kommt so an die Daten auf der Festplatte falls Windows mal wieder streikt. Meist ist es auch möglich Linux damit zu installieren, wie z. B. auf Netbooks ohne entsprechendem optischem Laufwerk.
Eine weitere Anwendung ist ein Betriebssystem für die Hosentasche mit Hilfe der unten beschriebenen Persistenz.

Die einzige Voraussetzung ist, der Rechner bzw. sein BIOS sollte die Möglichkeit besitzen von USB aus zu booten. Das ist meist bei Rechner jüngerer Bauart der Fall. Bei eingestecktem USB Stick entweder über ein Bootmenü oder bei älteren Rechnern über das Umstellen der Bootreihenfolge im BIOS. Das Bootmenü ist je nach Hersteller meist über die Tasten F2, F8, F10, F11 direkt beim Starten zu erreichen.

Windowsbenutzer finden auf der Seite pendrivelinux.com, leider nur in englisch, ein sehr gutes und einfaches Programme, das auch persistente Bereiche (s.u.) anlegen kann. Über den Arbeitsplatz oder Windows Explorer sollte man sich vergewissern welchen Laufwerksbuchstabe der USB Sticks hat und dann das Programm starten. Die Live ISO Datei wird aus dem Internet herunter geladen und auf den USB Stick kopiert.
Mehrere Linux Versionen lassen sich mit Yumi ebenfalls von Pendrivelinux auf einen entsprechend großen Stick bringen.

Linuxuser haben oft die Möglichkeit mit einem Distributionseignen Programm diese Aufgabe zu erledigen. Daneben existieren noch Programme wie Unetbootin oder das gute alte „dd“ von der Konsole aus.
Mit MultiSystem lassen recht einfach mehrere Live ISO’s auf einen Usb Stick kopieren und auch verwalten.

Falls der fertige Linux USB Stick nicht startet, so liegt es sehr häufig an der nicht korrekten Formatierung! Abhilfe schafft unter Windows z. B. das Tool von HP unter Linux gparted.

Persistenz

Ein weiteres interessantes Detail im Zusammenhang mit Linux auf dem USB Stick ist die sogenannte Persistenz, d. h. hier hat man theoretisch die Möglichkeit, Einstellungen und auch nachträglich installierte Programme dauerhaft auf dem Stick zu speichern. Also im Prinzip eine lauffähige Linux Version für die Hosentasche, die man fast überall nutzen kann.

Die Voraussetzung dafür ist ein mindestens 2GB großer USB Stick, damit genügend Platz zur permanenten Speicherung vorhanden ist, da für Kopie der Live CD schon mindestens 700MB verwendet werden.

Die einzelnen Distributionen haben hier verschiedene Lösungsansätze. Es lassen sich kleinere Änderungen, wie z.b. das ändern des Hintergrundes oder auch die Installation des Flash Players durchführen. Ebenso wie das Anlegen von eigenen Dateien.

HinweisHinweis: Keine System Aktualiersierungen bzw. Updates herunterladen, sonst frieren die Systeme ein, so dass nur noch ein harter Reset den Rechner wieder zum leben erweckt. So was hab ich unter Linux schon lange nicht mehr in der Form gesehen…

Leider war danach meist auch die persistente Abspeicherung nicht mehr zu gebrauchen. Ich habe dieses Verhalten leider bei OpenSuse, Fedora; Ubuntu und selbst sogar bei Knoppix feststellen können.

Die verschiedenen Ubuntu Varianten und auch Knoppix sind nach meinen Erfahrungen, die einzigen die relativ stabil mit einem persistenten USB Stick laufen.

Ein weiterer Vorteil dieser beider Varianten ist, das der USB Stick mit FAT32 formatiert ist und somit der restliche Speicherplatz auf dem Stick sogar unter Windows zur Verfügung steht. Ebenso lassen sich dadurch die persistente Dateien auf der Festplatte sichern und wieder zurück kopieren. Unter Ubuntu heißt diese Datei „casper-rw“ und befindet sich im Hauptverzeichnis des Sticks. Bei Knoppix lautet der Name „knoppix-data.img“ und ist im Knoppix Unterverzeichnis zu finden.

Mein persönlicher Favorit ist  Knoppix. Zum einen durch die Verwendung des LXDE Desktops, der auch auf Rechner mit wenig Arbeitsspeicher gut läuft, zum anderen aber auch durch das eigenen Tool „Knoppix auf Flash-Disk installieren“ im Menü unter Einstellungen zu finden, welches den Sick formatiert und daraufhin die Live CD kopiert. Beim ersten Starten vom Linux USB Stick wird man gefragt, wie groß die persistente Datei sein soll und wird automatisch angelegt.